
Mit 21, direkt nach dem dualen Studium, bin ich als erste Mitarbeiterin in ein Leipziger Start-up gegangen. Die Laborräume waren komplett leer – und ich durfte daraus ein funktionierendes Diagnostiklabor bauen: Geräte, Prozesse, Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement, behördliche Abnahme. Danach habe ich am Fraunhofer-Institut Herstellungsprozesse für therapeutische Antikörper entwickelt und vom Labormaßstab in die GMP-Produktion überführt, zuletzt als stellvertretende Herstellungsleitung.
Führung stand dabei selten in meinem Vertrag, aber täglich in meinem Kalender: einarbeiten, Orientierung geben, Ansprechpartnerin für alles rund um den Prozess sein – und die fachliche Arbeit auch mal liegen lassen, wenn im Team gerade etwas Menschliches wichtiger war. Diese Position zwischen Fachlichkeit und Verantwortung kenne ich von innen. Genau dort arbeiten heute die meisten meiner Klientinnen.
Irgendwann kam trotzdem die Frage, ob da nicht noch etwas anderes ist. Ich habe angefangen, mich mit Achtsamkeit und Coaching zu beschäftigen, habe verschiedene Formate ausprobiert – und wieder gemalt, was ich als Kind sehr gerne gemacht habe. Über Aquarell bin ich beim intuitiven Malen gelandet: kein Motiv im Kopf, nur Farbe, Wasser und Papier. Daraus ist VISION IN FARBE entstanden – Prozessdenken aus über zehn Jahren Naturwissenschaft, verbunden mit einem kreativen Zugang, der genau das Gegenteil davon ist.
Heute arbeite ich auf drei Wegen: im 1:1-Coachingprozess über mehrere Monate, mit der Executive Eisenhower Analyse, wenn eine konkrete Situation drückt und in ein bis zwei Sessions drei Hebel statt 25 To-dos herauskommen sollen, und in Workshops für Teams und Gruppen – über 40 Workshops mit rund 380 Teilnehmenden, online und vor Ort. Für Teams gibt es einen Tagesworkshop zur Teamentwicklung, an dessen Ende ein gemeinsames Bild entsteht, das im Unternehmen hängen bleibt.
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